Andreas Stihl baute 1926 die erste elektrische Motorsäge nach der Idee, dass „die Säge zum Baum gehen muss“. Heute beschäftigt die Gruppe über 20.000 Mitarbeiter, hält rund 2.800 Patente und setzte 2025 etwa 5,5 Mrd. € um.

Ihre Mittelstands-Methode: keine Baumarktketten. Die Maschinen erreichen Kunden nur über Fachhändler – über 50.000 in mehr als 160 Ländern –, die für Verkauf und Reparatur geschult sind und das Produkt über Jahrzehnte funktionsfähig halten.

Das US-Geschäft, das größte Werk der Gruppe, bezieht 61 % der Materialien lokal und erwirtschaftet rund 2 Mrd. € Umsatz; Verbraucher zahlen mehr als für Modelle aus dem Baumarkt, erhalten aber Beratung und Service, und Stihl ist seit 1971 die weltweit meistverkaufte Motorsäge.

Verkaufe dort, wo Service folgen kann

Das Serviceeinkommen der Händler bindet sie über Jahrzehnte an die Marke.

Exklusivität schützt Preis und Margen vor Baumarkt-Rabatten.

Eigene Produktion und Entwicklung halten Qualität und Patente in einer Hand.

Das Serviceversprechen rechtfertigt für Profis einen Premiumpreis.

Premiumware verdirbt in Massenhandelsregalen, wo niemand sie bedienen kann: Beschränke den Vertrieb auf Kanäle, die das Erlebnis liefern können, und lass die Marge das Netz verteidigen.

Stihl stellt auf Akkubetrieb um – Ziel sind 80 % des Umsatzes bis 2035 –, behält dabei das Händlernetz und investiert in den USA (Virginia Beach) als wichtigsten Wachstumsmotor.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Technologiesprung: Familienkonzern vermeldet Durchbruch Schwäbische Zeitung · schwaebische.de ·
  2. Andreas Stihl: Sein Weg vom Ein-Mann-Betrieb zum "Vater der Motorsägen" newstime (Joyn) · newstime.joyn.de ·
  3. Frustriert von Deutschland – Stihl legt Fokus für Investitionen auf USA blackout-news.de · blackout-news.de ·