Sears wollte von vagen Online-Lieferversprechen von fünf bis sieben Tagen zu konkreten Terminen übergehen, ohne Kapital in neue Distributionskapazitäten zu pumpen. Die verlockende plumpe Antwort war, aus jeder Filiale zu versenden.

Stattdessen baute Sears das Cheetah Network auf: eine begrenzte Gruppe von Filialen, die als Online-Fulfillment-Punkte genutzt wurden. Algorithmen balancierten Bestellvollständigkeit, Lagerort, Logistikanforderungen, Kommissionierkosten und Kundennähe aus.

SupplyChainBrain berichtete, dass das Projekt 75 Tage vom Konzept bis zum Pilotprojekt und neun Monate bis zum vollständigen Aufbau dauerte. Die durchschnittliche Online-Lieferzeit sank von 3,5–4 Tagen auf zwei Tage, während der Anteil des Premiumtransports auf 10 % seines früheren Niveaus fiel.

Filialen als Knotenpunkte nutzen, aber nur die richtigen Filialen

Das System nutzte Filialen als dynamisches Netzwerk, nicht als separaten Kanal.

Die Begrenzung der Knotenpunkte machte das Kommissionieren in den Filialen praktikabel und schützte die Transportökonomie.

Die Bestellentscheidung kombinierte Bestand und Logistik, statt nur eines von beiden isoliert zu optimieren.

Omnichannel-Fulfillment funktioniert am besten, wenn Filialen als optionale Netzwerkressourcen behandelt werden und nicht als pauschale Vorgabe.

Sears belegte den zweiten Platz beim Supply Chain Innovation Award 2014. Das Unternehmen als Ganzes hatte später Schwierigkeiten, doch das Cheetah Network bleibt ein prägnantes Beispiel für Ship-from-Store, das mit Selektivität statt allein mit Enthusiasmus umgesetzt wurde.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. How Sears Holding Company Optimized Online Fulfillment SupplyChainBrain · supplychainbrain.com ·
  2. 2014 Supply Chain Innovation Awards – Presented by SupplyChainBrain & CSCMP SupplyChainBrain · supplychainbrain.com ·