Die BBC berichtete im April 2026 unter Berufung auf BBC Yorkshire, dass das „Ashing up“, ein Dichtungsverfahren aus dem 19. Jahrhundert, in West Yorkshire bis heute fortlebt: Wenn starker Bootsverkehr das Wasser knapp machte, ließen Schleusenwärter über Nacht Kohlenasche von nahe gelegenen Dampfeisenbahnen auf der Wasseroberfläche treiben, und sie wurde in die Spalten der Eichenschleusentore gezogen und bildete einen Pfropfen.

Der Canal & River Trust sammelt heute Asche von Museumsdampfeisenbahnen — der Keighley & Worth Valley Railway, der Embsay & Bolton Abbey Railway und, zuletzt, der Middleton Railway in Leeds — und lagert sie an den Dobson Locks in Apperley Bridge. Teamleiter Darren Trolley, der jahrzehntelange Erfahrung mit dieser Technik am Leeds & Liverpool Canal hat, nennt sie eine einfache und kostengünstige Lösung: „Wir schütten eine kleine Menge Asche in den Kanal direkt oberhalb einer Schleuse, und die Wasserströmung zieht sie in die Spalten der Tore und bildet eine vollkommen wasserdichte Abdichtung.“

Der Trust testete im Laufe der Jahre Gummi- und Polymerdichtstoffe, getränktes Sägemehl, Holzspäne und natürlichen Ton und erklärt, keiner davon habe die Zuverlässigkeit der Eisenbahnasche erreicht. Die Technik schützte die Wasserversorgung des Kanals während der Dürre des vergangenen Sommers. Der Vizepräsident der Middleton Railway, Ian Smith, nannte es eine Win-win-Lösung: Die Eisenbahn entsorge ihre Asche verantwortungsvoll, während der Trust die Schleusen funktionsfähig halte.

Kohlenasche auf der Wasseroberfläche direkt oberhalb einer Schleuse treiben lassen; die Strömung zieht sie in die Spalten der Tore, wo sie sich zu einem kostenlosen, wasserdichten Pfropfen verfilzt.

Asche ist ein Nebenprodukt, das die Museumsbahnen ohnehin verantwortungsvoll entsorgen müssen — das Dichtungsmaterial kostet nichts.

Die Abdichtung zielt sich selbst: Nur die Undichtigkeiten ziehen Asche hinein, sodass sie sich genau dort verdichtet, wo Wasser austritt.

Moderne Alternativen erreichten bei Tests nie dasselbe, sodass ein Trick aus dem 19. Jahrhundert bei der Zuverlässigkeit konstruierte Dichtstoffe übertraf.

Die beste Lösung kann der Abfall eines anderen Systems sein — ein Nebenprodukt, dessen physikalische Eigenschaften das leisten, was kein konstruiertes Produkt erreichte.

Die Partnerschaft zwischen den Museumsbahnen West Yorkshires und dem Leeds & Liverpool Canal besteht weiter, wobei die Asche an den Dobson Locks gelagert wird; die Technik schützte die Wasserversorgung des Kanals während der Dürre von 2025.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Train ash used to seal leaky canal lock gates BBC News · bbc.com ·